Plastikrecycling mal anders

«Ich arbeitete 13 Jahre lang im Personalwesen einer Möbelfirma. Dann, 2018, kündigte ich meinen Job – ohne, dass ich genau wusste, was ich nun tun würde.»


«Erst hatte ich die Idee, Möbel aus Holz herzustellen. Doch dann meinte ein Freund, wir haben in der Schweiz ein Problem mit Plastik, warum machst du nicht Möbel aus Plastik? Da habe ich erstmals angefangen, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ich realisierte, welche Unmengen an Plastik wir verbrauchen, und dass fast alles davon einfach verbrannt wird: Weltweit werden pro Jahr 400 Millionen Tonnen Plastik produziert, wovon nur 10 Prozent recycelt werden.



So habe ich mich mit einem anderen Kollegen zusammen getan, um aus gebrauchtem Plastik neue Sachen herzustellen. Replastic heisst unser Start-Up. Meist produzieren wir kleinere Objekte wie Tassen-Untersetzer, Uhren, Kämme. Aber ab und zu fertigen wir auch einen Tisch an. Unser Rohstoff sind Deckel von Pet-Flaschen, nach Farben sortiert. Wir erhalten sie sackweise von einem lokalen Verein, der sie für uns sammelt. Wir schmelzen die Deckel ein und mischen die Farben. Wobei ich auch erst lernen musste, die Maschinen zu bedienen, die wir gebaut hatten.



Ich bin jetzt nicht so der Technik-Begabte. So ist es auch mal vorgekommen, dass bei der Maschine auf einmal eine Schraube am falschen Ort herauskam. Aber so lernt man dazu. Es ist ein schönes Gefühl, aus einem Abfallprodukt etwas Neues herzustellen. Und es macht auch Spass, wieder einmal die Hände zu gebrauchen. Das habe ich nicht mehr gemacht, seitdem ich als Kind für meine Eltern Bilder gezeichnet habe.»


Grégoire, Renens

replastic.ch

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