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ZüriChips
Moky, 50 Jahre, Mitgründerin ZüriChips, Zürich
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Eigentlich wollte Moky etwas gegen die Plastikverschmutzung tun. Heute stellt sie Chips aus altem Brot her.

«Ich bin Freitaucherin. Wenn ich im Meer Plastik entdecke, tut mir das weh. Deshalb sammle ich am Strand oder unter Wasser allen Abfall ein, der mir in die Finger kommt: Plastiksäcke, Flaschendeckel, leere Verpackungen. Als ich letztes Jahr am STRIDE-Trainingsprogramm für soziale Innovation teilnahm, war für mich klar: Ich will etwas gegen Plastikverschmutzung tun. Im Laufe des Kurses stellten wir allerdings fest, dass Food Waste mit einer der wichtigsten Gründe für die Klimaerwärmung ist. Zusammen mit Enrico, Paolo und Lucie sind wir deshalb auf die Idee gekommen, aus altem Brot Chips zu produzieren: Alle lieben Chips, und Brot ist eines der am meisten weggeworfenen Lebensmittel. So kamen wir auf unsere ZüriChips. Wir stellen sie aus altem Brot her, das die Bäckereien nicht verkaufen konnten – als Beitrag gegen Food Waste. Gleichzeitig möchten wir die Leute darauf aufmerksam machen, dass Lebensmittelverschwendung zur Klimaerwärmung beiträgt. So enthält jede Chips-Packung einen Tipp – zum Beispiel, dass man im Brotkorb ein Rendez-vous zwischen jungen Äpfeln und altem Brot arrangieren kann, damit das Brot länger frisch bleibt. Unsere Hoffnung ist, dass unsere Kunden nicht einfach eine Packung Chips kaufen, sondern zu Botschaftern gegen Food Waste werden. So wie jener Vater, der nach der Präsentation unseres Projekts zu mir gekommen ist. Er hat mir gesagt, er finde unsere Idee super – und dass er aus seinem alten Brot nun Knödel machen werde.»

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