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Florian von KALTE LUST: Das kriegen wir doch geschleckt

«Gefroren in Olten» und ready, um den Glacemarkt gehörig einzuheizen. Oder besser, schockzugefrieren? Florian, Darko und Dominique von KALTE LUST bieten mit ihren regional hergestellten Glaces Gaumenfreude, die das ganze Jahr über grossartig schmeckt.


Wer bist du?

Ich bin Florian Stähli, Co-Gründer und Geschäftsführer von «KALTE LUST». Ja, mit Grossbuchstaben. Darko ist fürs Accounting zuständig, ist also der Zahlen-Nerd und Excel-Akrobat, Dominique als Head of Produktion der gelassene Pragmatiker. Und ich bin der hoffnungslose Optimist im Bunde.



Was bewegst du?

Wir machen Glace in Olten. Auffallen tun wir vor allem mit unserem Namen KALTE LUST und dem Slogan «LECK MICH DOCH». Wir verwenden vorwiegend regionale Rohstoffe. Die Früchte stammen, wann immer möglich und am liebsten in Bio-Qualität, von Bauernhöfen aus der Region. Die Jersey-Milch beziehen wir in Demeter- und Bio-Qualität von Höfen in Madiswil (BE) und Hofstatt (LU) und das Tierwohl unterstützen wir mit freiwillig erhöhten Milchpreisen. Auch Zutaten wie Vanille und Schoggi beziehen wir Fair Trade und/oder in Bio-Qualität. So zeigen wir, dass Glaceschlecken gleichzeitig frech, fair und lecker sein kann.


Wann und wie ist die Idee entstanden?

Die Idee entstand eigentlich aus der Not heraus. Wir mussten damals einen Weg finden, um auch im Sommer, wenn im Hotel weniger läuft, genug Arbeit für alle Mitarbeitenden zu haben. Also eröffneten wir in Olten eine Gelateria. Damals bezogen wir die Glace extern. Irgendwann sagten wir uns: «das können wir auch selber machen, und zwar besser».


Wir hatten auf jeden Fall Lust, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen und selbständig zu sein, und uns hat es gereizt, Glace (ein sonst wenig nachhaltiges Produkt) neu zu «erfinden», der Industrie ein paar Kunden abzuzwacken und somit auch die Welt ein kleines bisschen besser zu machen.



Was freut dich am meisten?

Wenn alles rundläuft. Eine Seltenheit. Nein, im Ernst: Wenn wir sehen, dass sämtliche Akteur:innen entlang unserer Wertschöpfungskette profitieren können, die Mitarbeiter:innen Spass haben, die Lieferant:innen gerne mit uns zusammenarbeiten und natürlich unsere Endkund:innen zufrieden unsere Glace schlecken, dann sind wir glücklich.



Wie sieht dein Alltag aus?

Darko: Turnt im Excel rum und führt ganz nebenbei das Hotel Olten.

Dominique: Geht morgens in den Keller produzieren und kommt erst am Abend wieder raus.

Florian: Badet den ganzen Tag Probleme aus und löscht Feuer.


Das coolste an unserem Job ist, wenn du irgendwo Leute auf der Strasse mit deiner Glace siehst und du zufälligerweise mitkriegst, wie gut sie ihnen schmeckt. Ehm... ist das eigentlich eine gute Gelegenheit, um zu sagen, dass wir immer nach neuen Leuten suchen, die mit uns KALTE LUST nach vorne bringen wollen? Meldet euch, wenn ihr Lust habt auf Kalt (und uns)!


Was würdest du als deine Superpower beschreiben?

Ich denke, das ist eine ziemlich einzigartige Gruppen-Superpower, denn Dominique, Darko und ich sind alle drei gelernte Köche und erkennen darum nicht nur gute Lebensmittel sofort, sondern auch, was man alles daraus machen kann.


Bist du schon einmal gescheitert?

Wie es sich gehört, sind wir schon ein paar Mal auf die Nase gefallen. Einmal liefen im Keller ca. 700 l Glacemasse aus. Folglich stand das ganze Team in einem 30 cm tiefen Glace-Bad. Auch wenn wir jetzt darüber schmunzeln können, hat damals der finanzielle Verlust und vor allem auch der daraus entstandene Foodwaste sehr geschmerzt. Zudem stellt sich manchmal erst im Nachhinein heraus, dass eine Entscheidung womöglich nicht optimal war. Unsere Gelateria in Zürich etwa, haben wir damals Himu&Höll genannt. Mittlerweile ist jedoch unsere Marke KALTE LUST so bekannt, dass es Sinn macht, sie umzubenennen. Solche Änderungen kosten Zeit und Energie, aber sie gehören zum Lernprozess dazu.


Deine Botschaft an die Welt und an andere Gründer:innen?

Wenn dir eine Tätigkeit Freude macht und du denkst, das könnte funktionieren, dann mach’ es und warte nicht.




Florian, Olten

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