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Adri von KIDIS: Ein besonderer Secondhand-Onlineshop für Kinder und Frauen

Ausgewählte Produkte aus zweiter Hand


Wer bist du?

Ich bin Adri, Co-Gründerin von KIDIS – dem (man munkelt) führenden Secondhand-Onlineshop für zukunftsweisende Kindermode. Meine Superpower heisst Kreativität. Gib mir grüne Wiese und ich lasse das Ding krachen ;-). Ich liebe es, Ideen zu spinnen und deren Umsetzung zu wagen. Mein sturer Kopf hat mir schon oft dabei geholfen, eine Vision zu Boden zu bringen. Und ich muss gestehen, ich bin eine Macherin, aber auch eine Streberin, ich will alles perfekt, professionell und nach Lehrbuch umsetzen. Auch wenn ich einen Laden führe, trifft «Allrounderin» am besten, was ich tue. Heisst, ich packe eben oft selbst an und springe von Strategie-Workshop zum Social-Media-Management, weiter zum Kunden-Support oder löse den Schlamassel, wenn mal wieder der Drucker spinnt. Und dann ist da noch meine Familie. Ganz klar, das grösste Glück und der wichtigste Energietank in meinem Alltag. Als selbstständige Unternehmerin, Frau und Mutter meistere ich oft Vieles und Verschiedenstes parallel.



Was bewegst du?

Bei KIDIS bieten wir online ausgewählte Secondhand-Kinderkleidung, Kinderzimmerzubehör sowie neuerdings auch Secondhand für Frauen an. Ich denke, wir gehörten zu den Ersten, die den Secondhand-Markt als klassischen Onlineshop statt als Marktplatz ins Netz gebracht haben. Dabei haben wir uns von Anfang an für ein qualitativ hochwertiges Sortiment entschieden. Und wir waren auch schon damals Pioniere eines Re-Commerce Modells. Einen Kreislauf für Kleider machen wir zusammen mit unserem Partner, dem Schweizer Family Concept Store Stadtlandkind möglich: Die Kleider werden getragen, solange sie passen, und dann zu uns geschickt, sobald man sie nicht mehr nutzen kann oder möchte. Ein sehr bewusst zusammengestelltes Sortiment aus cleveren Marken zeichnet uns bis heute aus.


Wann und wie ist die Idee entstanden?

Habe ich schon erwähnt, dass ich eine Streberin bin? ;-) Ich bin echt stur und zielstrebig, wenn ich an etwas glaube, dann lasse ich nicht so schnell los. Und irgendwie war es ohnehin vorbestimmt, dass ich irgendwann im Secondhand-Bereich arbeiten würde. Schon als kleines Kind liebte ich es, mit meinem Vater in Brockis zu stöbern. Später habe ich jahrelang alles Mögliche z. B. auf Ricardo verkauft … sogar meine wirklich scheussliche Zimmerpflanze konnte ich so an den Mann bringen.

Mit meinem zweiten Kind im Jahr 2013 wurde mir dieses Prinzip zu aufwendig, zeitintensiv und langsam. Ich dachte mir: Es wäre so cool, könnte ich meine Dinge einfach irgendwo abgeben und für meine gut erhaltenen Kleider direkt einen kleinen Erlös erhalten. Damals arbeitete ich noch angestellt im Online-Bereich. Und dann, tadaa, verknüpfte ich dieses Know-how mit meiner Leidenschaft und brachte Secondhand in neuer Form in die digitale Welt.





Gibt es noch andere Ideen, an denen du dich festgebissen hast?

Wir hatten im Sommer 2021 die Möglichkeit, einen coolen Pop-up-Store im Herzen von Zürich zu eröffnen. Abgesehen vom Erfolg war es für mich und das Team besonders bereichernd und schön, unsere Onlinekunden somit auch persönlich zu treffen. Offene Ideen haben wir Tausende – wie beispielsweise einen Secondhand-Street-Truck zu schaffen, ich könnte mir auch vorstellen, eine Augmented Reality App zu entwickeln, wo Kund:innen sich online direkt im Kleidungsstück vor dem Spiegel sehen können.


Wie sieht dein Alltag aus?

Jeder Tag ist anders, meist ist vor 9 Uhr niemand im Büro und ich starte erst mal mit Kaffee. Es folgt ein schneller Check der To-dos und dann geht’s los. Anfangs hüpfte ich noch von einem Punkt zum nächsten, heute habe ich gelernt, meinen Tag zu strukturieren und mir maximal fünf Aufgaben vorzunehmen. Besonders liebe ich es, neue Projekte anzureissen, Prozesse zu optimieren und Workflows zu skizzieren oder die Produkte für Social Media in Szene zu setzen. Wie das geht, durfte ich über die Jahre hinweg von unseren tollen Fotografinnen lernen. Apropos Team: Neben mir als Tätschmeisterin und Marketing-Frau gehören natürlich noch andere grossartige Leute zu KIDIS. Jenny ist unsere Königin der Produkt-Shootings, Verdi schnürt liebevoll Pakete, Pascal ist unser Problemlöser in Sachen Webshop, Anik hat im Griff, dass alle Artikel online gehen, Nilesh ist unser BUG-Beseitigter, Chris unser Finanzmeister und Jasmin bringt knackige Texte auf die Webseite.


Deine verrückteste Secondhand-Beute bisher?

Das verrückteste Ding waren goldige Stiefel im Cowboy Look mit einem Wert von mehreren Hundert Franken. Kaum zehn Minuten nachdem sie online gingen, waren sie verkauft. Das hätte ich nie gedacht. Aber Stil ist eben individuell und ich höre nie auf zu staunen, wie breit die geschmackliche Vielfalt ist.


Wann und wobei bist du einmal gescheitert?

Ach schon ein paarmal. Als junges Unternehmen hört man nie auf zu lernen, sprich Fehler zu machen. Für einen Event vor rund zwei Jahren habe ich damals beinahe das ganze Lager mitgenommen. Das war ein Riesenaufwand davor und danach. Der Output aber waren dann nur ein paar mickrige Hunderternoten – aber man muss halt erst was machen, damit man dazulernt.


Deine Botschaft an andere Gründer?

... feiert nicht nur die grossen Erfolge, sondern stosst auch mal auf eine kleine Button-Änderung an! Als eigenfinanzierte Unternehmer:innen müsst ihr Biss haben. Mein Schlüssel zum Erfolg liegt in der Begeisterung und ich bin überzeugt: wenn man sein Business mit dieser ehrlichen Überzeugung aufbaut, dann spüren Kund:innen es auch und schenken einem viel Vertrauen und Support.

Adri, Schlierbach kidis.ch

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