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KUORI – Deine Bananenschale von heute ist dein Sneaker von morgen

Für Sarah war es schon immer klar, dass neue Ideen hermüssen. Mit KUORI hält sie eine Lösung parat, mit der aus Abfällen aus der Lebensmittelindustrie neue Materialien entstehen.



Was bewegst du?

Wir entwickeln zirkuläre Materialien, die sind nicht nur biologisch basiert und abbaubar sind, sondern auch elastisch. Dabei arbeiten wir mit Abfallströmen, die bis anhin nicht benutzt wurden – das sind in unserem Fall Bananenschalen und Walnussschalen. Unser Material kann sich, wenn es den Weg in die Biogas-Anlage findet, innerhalb von 90 Tagen zersetzen und in ganz unterschiedlichen Gebieten verwendet werden – von Schuhsohlen über Uhrenarmbänder, Kinderspielzeug, Hundeknochen bis hin zum elastischen Sportband... wenn du dich zu Hause umschaust, hast du viele Sachen, die aus Gummi bestehen und mit einem ökologischerem Material produziert werden könnten.


Wer bist du?

Ich bin Sarah, Mitgründerin und CEO bei Kuori, einem im März 2022 gegründeten Startup. Gemeinsam mit einem tollen und sehr motivierten Team entwickle ich ein neues, zirkuläres Material. Ich bin dabei ein bisschen «Head of Everything» und das Gesicht von Kuori und versuche, unsere Vision durchzupushen. Ich möchte Veränderung vorantreiben und bin eine ziemlich gute Lösungsfinderin.


Wann und wie ist die Idee entstanden?

Seit ich klein bin interessiere ich mich fürs Thema Nachhaltigkeit. Rückblickend hatten auch alle meine Projekte auch im Studium mit dem Thema zu tun. Mit meinem Background im Produktedesign habe ich mich gefragt, warum wir Produkte aus Materialien gestalten, die nicht abbaubar sind. So bin ich in die Materialforschung gekommen.


Hintergrund unserer Entwicklung ist mitunter die Tatsache, dass wir beim Laufen alle Mikroplastik-Abrieb kreieren, der in der Umwelt liegenbleibt. Das können wir ändern. Unsere Lösung ist ein biologisch abbaubares Granulat, das nicht nur für ökologischere Schuhsohlen, Veloreifen, Velogriffe oder Haushaltmaschinen verwendet werden kann, sondern für viele weitere Produkte. Wir arbeiten in erster Linie mit Firmen, machen aber auch B2C-Marketing und kommunizieren mit Endkonsument:innen, weil wir das Gefühl haben, dass du und ich bestimmen, welche Produkte wir kaufen und damit auch den Markt beeinflussen.



Was freut dich am meisten?

Bei der Arbeit ist es, wenn ich auch schwierige Aufgaben lösen kann. Privat freue ich mich an der Natur, weil mein Arbeitsalltag sehr stressig ist. Ich mache gerne Sport, am liebsten draussen, und koche auch sehr gern.


Wie sieht dein Alltag aus?

Mein Job ist im Moment vor allem die Aussenkommunikation: Ich bin zwei Tage pro Woche in unserem Office in Zürich und besuche die restliche Zeit Events und Messen, die für uns wichtig sind, gebe Interviews, networke und bin fürs Fundraising zuständig. Einen normalen Arbeitsalltag gibt es daher kaum, aber am allerliebsten rede ich vor Leuten, um ihnen die Vision von KUORI näherzubringen. Dabei kann ich auch über Food Waste aufklären und mitteilen, wie wir auch bei der Materialwahl gewisse Dinge überdenken und anders konzipieren können. Ich bin aber auch sehr gerne mit unserem Team zusammen. Wir haben viel Spass bei der Arbeit, das ist ganz wichtig.


Was ist deine Superpower?

Ich glaube, ich kann gut überzeugen und habe ein gutes Gespür für die Leute, was sie wollen und wie sie vielleicht gecoacht werden können. Damit bin ich vielleicht weniger «Chef» als jemand, der gerne das volle Potenzial aus den Leuten holt – und ihnen dabei auch viel Freiheit lässt.



Bist du schon einmal gescheitert?

Ich scheitere andauernd, wirklich täglich! Es gibt immer wieder Probleme, die es zu lösen gibt und ich glaube, es gibt in jedem Startup viele Momente, in denen man denkt: «Das schaffen wir nicht, wir sind irgendwo falsch abgebogen.» Dann setzt man sich gemeinsam an den Tisch und redet darüber, um eine gemeinsame Lösung zu finden. Es gehen meist genau dann wieder neue Türen auf, aber es ist nicht immer einfach, einen kühlen Kopf zu bewahren. Und das wird sicher noch so bleiben, auch wenn wir dann auf dem Markt sind!


Gab es einen A-ha Moment, den du mit uns teilen möchtest?

Ich war dieses Jahr an vielen Female Founder-Events und ich finde es wirklich wichtig, weibliche Führungspositionen zu stärken und da auch ein bisschen den Mut oder den Anreiz schaffen. Hier ist der Austausch wichtig, so kann man sich gegenseitig Mut machen, auch ein bisschen Role Model sein und zu zeigen: «Hey, das geht!». Es ist nicht immer einfach, aber wir Frauen habe auch die Power, etwas zu verändern, doch leider gibt es noch zu wenige Frauen in Entscheidungspositionen. Ich versuche darum, Investorinnen an Bord zu holen und junge Frauen zu motivieren, zu gründen. Es ist nämlich statistisch belegt, dass Frauen in Startups bessere Erfolgschancen haben!

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