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Beat von mobileup: Smartphones smarter nutzen

Beat und seine drei Schulfreunde Elias, Yves und Sandro möchten mit ihrer Plattform gebrauchten Smartphones und iPads ein zweites Leben schenken – und boosten so die Circular Economy auch in der Schweiz. Wir wollen wissen, was ihn antreibt, und wo er seinen persönlichen Akku wieder lädt.


Wer bist du?

Beat Hafner. Ich bin einer der vier Gründer von mobileup – zusammen mit meinen Freunden Elias Böni, Yves Einfeldt und Sandro Michel. Wir stammen alle aus dem Berner Oberland und kennen uns bereits seit der Kindheit. Müsste ich drei Begriffe nennen, die mich beschreiben, wären sie wohl: neugierig, begeisterungsfähig und harmoniebedürftig. Ich denke, dadurch bin ich ein ziemlich guter Teamplayer und bin auch in unserem eigenen Business immer danach bestrebt, breit abgestützte Lösungen zu entwickeln.



Was bewegst du?

Auf mobileup.ch kannst du einem gebrauchten Smartphone oder iPad ein zweites Leben schenken.


Wann und wie ist die Idee entstanden?

Als mein Mitgründer Elias 2019 ein Handy über Ricardo.ch kaufte, wurde er schwer enttäuscht: Beim bestellten iPhone 8 war der Home-Button defekt und der Akku nach wenigen Minuten tot. Der ganze Spass kostete ihn 250 Franken und das Geld sah er nie wieder. Dieses frustrierende Erlebnis bewegte uns dazu, ein eigenes Projekt für den An- und Verkauf von Handys ins Leben zu rufen – mobileup.


Was freut dich am meisten?

Im Job ist es, wenn ich ausrechne, wie viel Kg CO2-Äquivalente wir mit mobileup bereits vermeiden konnten. Zudem motiviert es mich sehr, wenn wir neue Mitarbeitende rekrutieren, die sich mit unserer Vision identifizieren können. Privat macht es mir am meisten Freude, Zeit mit Menschen zu verbringen, die mir wichtig sind, mich in der Natur zu bewegen – etwa bei Skitouren, Wandern oder Surfen – und fein zu essen.



Wie sieht dein Alltag aus?

Meine Rolle bei mobileup ist eine Mischung aus Sales, Marketing und PR. So ist mein Arbeitsalltag ziemlich abwechslungsreich, was ich sehr schätze. Ich bin ständig daran, neue Partnerschaften an Land zu ziehen, telefoniere und maile viel und habe viele Meetings. Ich liebe den Prozess, ein Konzept zu entwerfen und es dann gemeinsam mit unserem Team Realität werden zu lassen. Und ein tägliches Highlight meiner Arbeit ist unser gemeinsames Mittagessen: Jeden Tag kocht ein anderes Teammitglied für alle anderen. Ich bin beispielsweise bekannt für meine Linsen-Tomaten-Suppe mit Kokos und Curry nach Ottolenghi.


Was würdest du als deine Superpower beschreiben?

Das ist ein ziemlicher «random fact», aber: Ich habe ein Elefantengedächtnis, was das Abspeichern von Gesichtern angeht. Auch wenn ich jemanden nur kurz getroffen habe, kann ich ihn oder sie noch nach langer Zeit einer Situation oder einem Kontext zuordnen. Leider gilt das nicht für Namen.


Bist du schon einmal gescheitert?

Ich versuche, den Begriff «scheitern» zu vermeiden. Es klingt vielleicht klischeehaft, aber ich habe gelernt, dass jedes Scheitern auch eine Möglichkeit bietet. Ein gutes Beispiel dafür war etwa unsere Reparatur-Plattform: Wir haben viel Zeit und Ressourcen in dessen Aufbau investiert, aber schlussendlich festgestellt, dass der Aufwand zu hoch ist und dass wir unseren Fokus auf den Refurbished-Geschäftsbereich richten müssen. Auch unsere ursprüngliche Idee, die gebrauchten Smartphones per Auktion zu versteigern, klappte nicht so, wie wir es uns gewünscht hätten. Daraufhin haben wir umgeschwenkt und den Kund:innen ermöglicht, ein Handy direkt zu kaufen. Das funktionierte wunderbar und war auch eine wichtige Voraussetzung fürs starke Wachstum in den darauffolgenden Monaten.



Deine Botschaft an die Welt und an andere Gründer:innen?

Erst mal: Wenn du zu den Menschen gehörst, die noch ein altes Handy zuhause rumliegen haben: Verkauf’ uns das Gerät! Wir müssen 10 Millionen Handys wieder in Umlauf bringen, die in Schweizer Haushalten in Schubladen am Verstauben sind! Und dann habe ich noch ein paar Tipps, wie du auch mit deinem aktuellen Handy die den Akku schonen – und damit Energie sparen kannst:

  • Schalte «Stromfresser»-Funktionen wie Bluetooth, WLAN, mobile Daten oder persönlicher Hotspot nur dann ein, wenn du sie brauchst und lösche Apps, die du nicht nutzt.

  • Lasse dein Smartphone nicht an der Steckdose und entleere oder lade deinen Akku möglichst nie vollständig.

  • Grossen Temperaturschwankungen lassen den Akku schneller altern. Schütze also dein Gerät vor extremer Hitze oder Kälte.


Beat, Bern


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