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Sneakers neu gedacht: reparieren statt ersetzen

Jedes Jahr landen Milliarden von Schuhen im Abfall. Mit Methods wollen wir zeigen, dass es auch anders geht: Unsere modularen Sneakers bestehen aus austauschbaren Komponenten und sind so entwickelt, dass sie länger genutzt, repariert und am Ende besser recycelt werden können.



Wer bist du?

Ich bin Véronique Baer, Produktdesignerin und Gründerin von Methods. Nach vielen Jahren in der Produktentwicklung habe ich beschlossen, mein Wissen einzusetzen, um nur noch Produkte zu entwickeln, die Ressourcen schonen und Menschen zum Nachdenken über Konsum anregen.


Was bewegst du?

Mit unserer Marke Methods entwickeln wir zirkuläre Sneakers. Unser Ziel ist es, die Lebensdauer von Schuhen zu verlängern und Abfall zu reduzieren. Statt einen ganzen Schuh zu ersetzen, können einzelne Teile ausgetauscht und neue Styles kreiert werden. So möchten wir zeigen, dass nachhaltiger Konsum auch Spass machen kann.


Wann und wie ist die Idee entstanden?

Die Idee entstand während meiner Weiterbildung im Bereich Circular Economy. Mir wurde bewusst, wie viele Produkte für ein kurzes Leben entwickelt werden und wie schwierig sie zu reparieren oder zu recyceln sind. Als Produktdesignerin wollte ich beweisen, dass man es besser machen kann. Daraus entstand die Idee für einen Sneaker, der von Anfang an für die Kreislaufwirtschaft entwickelt wird.


Was freut dich am meisten?

Wenn jemand zuerst wegen Design und Komfort begeistert ist und erst danach realisiert, wie konsequent die Schuhe auf Langlebigkeit und Kreislauffähigkeit ausgelegt sind, dann haben wir vieles richtig gemacht.



Wie sieht dein Alltag aus?

Sehr abwechslungsreich. An einem Tag bespreche ich Materialien mit Lieferanten in Portugal, am nächsten arbeite ich an Marketing, Kundengesprächen oder neuen Produktideen. Als Gründerin eines jungen Unternehmens trägt man viele Hüte gleichzeitig.


Was würdest du als deine Superpower beschreiben?

Out-of-the-box-Denken. Ich liebe es, bestehende Systeme zu hinterfragen und neue Wege zu suchen. Oft entstehen die spannendsten Ideen genau dort, wo man aufhört zu fragen, wie etwas bisher gemacht wurde, und anfängt zu fragen, wie es eigentlich gemacht werden sollte. Kombiniert mit einer gewissen Hartnäckigkeit hilft mir das, Ideen auch dann weiterzuverfolgen, wenn der Weg kompliziert wird.


Bist du schon einmal gescheitert?

Natürlich. Auf dem Weg zur Markteinführung gab es zahlreiche Rückschläge, Verzögerungen und Entscheidungen, die sich im Nachhinein als falsch herausgestellt haben. Ich versuche, Scheitern nicht als Endpunkt zu sehen, sondern als Teil des Lernprozesses.



Gab es einen A-ha Moment, den du mit uns teilen möchtest?

Lange dachte ich, Menschen würden unsere Sneakers vor allem wegen der Nachhaltigkeit kaufen. Inzwischen habe ich gelernt, dass Design, Komfort und Ästhetik oft die entscheidenden Faktoren sind. Nachhaltigkeit wird dann besonders wirkungsvoll, wenn sie sich nahtlos in ein attraktives Produkt integriert.


Véronique, Luzern methodsfootwear.ch

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