top of page

Alina von Too Good To Go: Zu gut, um nicht gegessen zu werden

Ganz einfach Lebensmittel retten



Wer bist du?

Ich bin Alina, Country Managerin von Too Good to Go Schweiz. Ich führe ein Team von knapp 40 Waste Warriors in der Deutsch- und Westschweiz, die täglich mit vollem Enthusiasmus gegen Lebensmittelverschwendung kämpfen.



Was bewegt ihr?

Wir betreiben die Too Good To Go App, den weltweit grössten Marktplatz für übriggebliebenes Essen. Wir verbinden Bäckereien, Restaurants, Supermärkte und andere Betriebe mit Konsument:innen. Unser Ziel: Lebensmittel sollen konsumiert statt entsorgt werden. Wer sich bei unserer App registriert, kann sich via Smartphone bei einem unserer Partnerbetriebe ein Überraschungspäckli sichern und dieses nach Bezahlung direkt vor Ort abholen. Unser Konzept hilft allen Beteiligten: Unsere Nutzer:innen erhalten feine Lebensmittel zu reduzierten Preisen, die Partnerbetriebe müssen ihre Produkte nicht wegwerfen, und das wiederum freut auch die Umwelt und ihre Ressourcen.


Wann und wie ist die Idee entstanden?

Die Idee für die App hatten fünf Studierende aus Dänemark. Ursprünglich konzentrierten sie sich dabei auf das Essen, das bei Buffets übrigblieb und weggeworfen wurde. Es stellte sich schnell heraus, dass sich das Konzept von Too Good To Go auch auf Bäckereien, Restaurants oder Supermärkte übertragen liess. Unsere Mission ist seit der Gründung im Jahr 2016 dieselbe geblieben: Wir wollen Menschen für den gemeinsamen Kampf gegen Lebensmittelverschwendung zusammenbringen, inspirieren und befähigen. Aktuell sind wir in der Schweiz und 14 weiteren europäischen Ländern, sowie in Kanada und den USA aktiv.



Wer oder was war dein Antrieb?

Die Mission von Too Good To Go, dass engagierte Händler, Produzenten und Nutzer:innen sich dank einer App gemeinsam für eine bessere Verwertung von Lebensmitteln einsetzen können, hat mich sofort überzeugt. Ich wusste, dass Too Good To Go meine nächste Herausforderung ist, und ich habe alles dafür getan, um die Entscheidungsträger von mir zu überzeugen. Einen direkten Einfluss auf die Reduktion von Food Waste zu haben, ist für mich ein unglaublicher Ansporn. Wenn wir einen Betrieb überzeugen, mit uns gemeinsam Lebensmittel zu retten, sehen wir den Effekt direkt am nächsten Tag. Das spornt uns alle weiter an!

Welches Erlebnis zum Thema Food Waste hat dich am meisten berührt?

Schon als Kind habe ich gelernt, dass Lebensmittel wertvoll sind. Gerade, weil nicht allen Menschen auf der Welt genug davon zur Verfügung steht. Für mich ist es daher schon immer selbstverständlich, kein Essen wegzuwerfen und es zu schätzen! So war ich richtig geschockt als ich während eines Praktikums in einem Hotel in Florenz das erste Mal miterlebt habe, wie viel nach Events wie Hochzeiten oder anderen Banketts übrigbleibt und im Abfall landet. Es wurde mir das erste Mal bewusst, dass es nicht für alle klar ist, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Umso stolzer macht es mich, dass wir heute zu unseren Partnerbetrieben auch viele Hotels zählen!


Wie sieht dein Alltag aus?

Alltag gibt es in meinem Job selten. Es kommen immer wieder neue Herausforderungen und Aufgaben hinzu, aber genau das finde ich äusserst spannend. Was ich am meisten liebe, ist mein Team mit Ideen und Inputs zu unterstützen und sie zu befähigen, über sich hinauszuwachsen und zu lernen. Natürlich ist das Vorantreiben unserer Mission auch eine Leidenschaft von mir.



Welcher Moment hat dich besonders stolz gemacht?

Schon kurz nach der Gründung von Too Good To Go Schweiz im Juni 2018 hatten es einige Unternehmen gewagt, mit Too Good To Go einen Pilotversuch zu starten - darunter die Migros. Am 23. Januar 2020 war es dann so weit: Der Detailhändler verkündete öffentlich, dass in allen Migros Supermärkten in der Schweiz Lebensmittel mit Too Good To Go gerettet werden können. Ich bin stolz darauf, dass die Migros uns so früh vertraut hat und es weiterhin tut!


Deine Botschaft an andere Gründer:innen?

Nicht wirklich ein Aha-Moment, aber sehr wichtig in meinen Augen: Je mehr man seinen Mitarbeitenden Vertrauen und Flexibilität schenkt, desto mehr werden sie sich für das Unternehmen einsetzen. Vertrauen und Engagement ist eine Sache der Gegenseitigkeit.



Alina Swirski, Zürich

229 Ansichten0 Kommentare

Comments


bottom of page