mybuxi – einfach miteinander mobil
- #MoveTheDate Switzerland

- 14. Okt.
- 2 Min. Lesezeit
Bei den Sternen gestartet, beim ÖV verweilt und bei Minibussen gelandet: Wie aus einem Astrophysiker der Gründer von mybuxi wurde.

Wer bist du?
Ich bin Andi Kronawitter und habe 2018 das Projekt mybuxi gestartet.
Was bewegst du?
Wir bringen praktische Mobilität aufs Land – umweltfreundlich und sozial. Das mybuxi ist eine Mischung aus Bus – du fährst mit anderen gemeinsam - und Taxi – es fährt wann und wo du es brauchst. Die elektrischen Minibusse sind inzwischen in sechs Regionen der Schweiz unterwegs und bieten eine einfache, emissionsarme Alternative zum privaten (Zweit-)Auto. Unsere Fahrer*innen sind meist Freiwillige, die gerne einen Dienst für die Gemeinschaft leisten.

Wann und wie ist die Idee entstanden?
Die Idee entstand vor sieben Jahren bei einem Workshop. Während in der Stadt viele verschiedene Transportmöglichkeiten oft rund um die Uhr zur Verfügung stehen, gibt in den ländlichen Regionen häufig kaum Alternativen zum Privatauto. Es ist klar, dass wir die Emissionen von Treibhausgasen auf Null reduzieren müssen, und da ist das Privatauto ein grosser Hebel. Also haben wir uns überlegt, wie wir dieses Problem mit möglichst wenig Ressourcen lösen können.
Was freut dich am meisten?
Zu sehen, wie das mybuxi Menschen das Leben erleichtert. Unsere Fahrer*innen machen einen tollen Job und es ist jedes Mal eine Freude, wenn ich mich mit ihnen unterhalten kann und wir diskutieren, was wir noch besser machen können.

Wie sieht dein Alltag aus?
Im Alltag bin ich entweder in unserem Büro im Bernapark (selten) oder bei Besprechungen in den Regionen (oft). Hierbei ist es beim Aufbau einer neuen Region immer eindrücklich, wie es vor dem Betriebsstart eine Herausforderung ist, zum Sitzungsort zu kommen und vor allem abends teils spät wieder zurück – und wie uns das mybuxi dies abnimmt, sobald es losrollt. Daneben werde ich für Vorträge angefragt oder zu meiner Meinung zu Gesetzesanpassungen.
Was würdest du als deine Superpower beschreiben?
Meine Superpower ist mein Team.

Bist du schon einmal gescheitert?
Ständig, das gehört beim „unternehmen“ dazu. Bei mybuxi war am schlimmsten, dass wir während Cornona eine Region schliessen und 6 Menschen entlassen mussten – das war damals die Hälfte unserer Belegschaft.
Allerdings ist das entscheidende ja, was mensch daraus macht. Nicht selten entsteht aus einer zuerst gescheiterten Situation eine Lösung, auf die mensch davor gar nicht gekommen ist und die vielleicht sogar besser funktioniert.
Gab es einen A-ha Moment, den du mit uns teilen möchtest?
Erstmals als wir im Frühjahr 2019 in Herzogenbuchsee gestanden haben und die Idee tatsächlich in der Realität funktioniert hat. Es ist noch heute jedes Mal ein Aha-Moment, wenn wir in einer neuen Region starten. Und jedes Mal eine Freude!




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